1. – 2. Klasse

Mit der Schulzeit beginnt eine neue Zeit des auch bewussteren Lernens. Gleichzeitig ist die Spielfreude und der Bewegungsdrang meist noch ungebrochen. Seit 2004 werden am Mayenfels die Ideen des „Bewegten Klassenzimmers“ umgesetzt. Durch beweglicheres Mobiliar kann einerseits Raum geschaffen werden für Bewegung und andererseits für Lernformen, die das Lernen selbst, als auch das soziale Miteinander befruchten können.

Bewegung verbunden mit Sprache und Musik unterstützt zudem besonders die Entwicklung des Gedächtnisses. Die Lieder, Sprüchlein und Spiele fördern auch für sich alleine genommen – wie das Lernen von Reihen im Rechnen – die Gedächtnisleistung, natürlich neben der Freude an und für sich. Was hier besonders in diesen ersten, wichtigen Schuljahren an Aufgabestellungen verpasst wird, kann später nur schwer nachgeholt werden.

Die Kinder bringen neben der Bewegungs- und Spielfreude aus dem Kindergarten in die Schule noch die Nachahmungskräfte mit. Diese Kräfte werden gerade in den untersten Klassen für die Anfänge des Fremdsprachenunterrichts in Englisch und Französisch gerne genutzt.

Wichtig für die Kinder im ersten Schulalter ist der Bezug zu seiner Klassenlehrerin oder seinem Klassenlehrer. Deshalb begleitet sie oder er die Klasse den ganzen Morgen, zum Beispiel auch wenn eine Fachlehrerin oder einen Fachlehrer eine Fremdsprache erteilt. Der Schulstoff Rechnen, Formenzeichnen, Schreiben und Lesen wird täglich, in Epochen von ca. 3-4 Wochen im Wechsel gegeben. Der Rhythmisierung des Jahres entsprechend wird auch die Woche oder der Tag gestaltet. Dazu gehören das Singen und Musizieren, Gestaltendes wie Handarbeit oder Plastizieren, das Aquarell-Malen, die Eurythmie, so wie das Spielen und Erleben im nahe gelegenen Wald usw.

Durch dieses vielfältige Angebot an Tätigkeiten fördern die Lehrer ihre Kinder gesamtheitlich in ihren Fähigkeiten und können in der Folge die Entwicklung der Einzelnen differenzierter wahrnehmen. Damit nichts übersehen wird, findet zudem im Laufe des zweiten Schuljahres die sogenannte 2. Klass- Untersuchung statt. Dabei wird durch die Förderlehrerin und eine weitere Lehrperson von aussen gezielt auf die einzelnen Kinder geschaut und festgestellt, ob ein Kind noch zusätzliche individuelle Unterstützung braucht.